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Anleitung zur Verwendung von Laservermessung mit RTK-GNSS: AP30 & AP40 Feldleitfaden

01.06.2026
120 m
AP40 Laser+ Reichweite
30 m
AP30 Laserentfernungsmesser
±8 mm
RTK + Laser kombinierte Genauigkeit
0
Prisma oder Reflektor erforderlich
Kurzantwort

Die Laservermessungsfunktion des APEKS AP30 Laser und AP40 Laser+ ermöglicht die Messung der 3D-Koordinaten von Punkten, die die Messlatte nicht direkt erreichen kann – beispielsweise eine Wandfläche, eine Gebäudeecke auf der anderen Straßenseite, eine Rohrsohle in einem Graben oder eine Böschungsfläche. Der Empfänger berechnet die Zielkoordinaten anhand der RTK-Position der GNSS-Antenne, der gemessenen Messlattenhöhe, der Laserentfernung und des Laser-Einstellwinkels. Das Ergebnis sind präzise Vermessungskoordinaten für einen Punkt, den Sie nie berührt haben. Der AP30 erreicht eine Reichweite von 30 Metern, der AP40 Laser+ von 120 Metern. Beide Geräte nutzen die Frontkamera zur präzisen Ausrichtung des Lasers mithilfe eines Fadenkreuzes auf dem Controller.

Sie vermessen eine Gebäudefassade gegenüber einer stark befahrenen Straße. Die Messlatte reicht nicht bis zur Ecke. Ein Tachymeter würde einen separaten Aufbau erfordern. Ohne Laser müssten Sie den Punkt auslassen oder ihn nur unter unsicheren Bedingungen erreichen. Mit dem AP30 oder AP40 Laser+ stellen Sie sich auf den Gehweg, richten das Fadenkreuz der Frontkamera auf die Ecke, lösen den Laser aus, und ApekSurv erfasst die Koordinaten der Gebäudeecke – aus 30 Metern Entfernung, ohne sich zu bewegen. Die Laservermessungsfunktion der APEKS-Laserempfänger macht aus sonst unzugänglichen Vermessungspunkten standardmäßige RTK-Messwerte. Diese Anleitung beschreibt den gesamten Arbeitsablauf: Aktivierung und Verwendung der Laservermessung, Nutzung des Laser-Offsets für die Absteckung, Zieltechnik und häufige Fehler, die die Lasergenauigkeit beeinträchtigen.

Was bewirkt die Laservermessungsfunktion?

Der Laser des AP30 Laser und des AP40 Laser+ löst ein Problem: Die Polspitze kann den zu messenden Punkt nicht erreichen.

Nicht zugängliche Messpunkte. Gebäudeecken an stark befahrenen Straßen, Rohrsohlen in Entwässerungsgräben, Brückenwiderlager, Strommasten hinter Zäunen, Mauerflächen in beengten Räumen – ohne Laser ist für diese Messpunkte ein unsicherer Zugang oder der Aufbau einer separaten Totalstation erforderlich. Mit Laser messen Sie aus sicherer Entfernung in Sekundenschnelle.

Hang- und Dammvermessung. Böschungsfuß und -krone, Steinbruchböschungen, Hangböschungen an Einschnitten – Flächen, die mit einer Stange nicht sicher erreicht werden können. Der Laser misst die Fläche von der Böschung oder Fahrbahn aus.

Laser-Absteckversatz. Ein Designpunkt wird festgelegt, der sich innerhalb einer Wand, unter Wasser oder auf einer Oberfläche befindet, auf der keine physische Markierung angebracht werden kann. Der Laser berechnet die Abweichung vom Empfänger zum Designpunkt und führt Sie zum korrekten Abstand.

Die Rolle der Kamera. Die Frontkamera des AP30 und AP40 Laser+ dient nicht der Fotografie, sondern liefert die Live-Zielansicht auf dem Controller-Bildschirm. Sie sehen das Ziel im Kamerabild mit einem Fadenkreuz und können den Laser präzise auf den zu messenden Punkt richten.

AP30 Laser vs AP40 Laser+: Welche Reichweite benötigen Sie?

Das richtige Modell hängt ganz von den üblicherweise verwendeten Entfernungen ab. Die folgende Tabelle zeigt typische Spielsituationen und den jeweils passenden Empfänger.

Szenario AP30 (30 m) AP40 Laser+ (120 m)
Gebäudeecke gegenüber einer zweispurigen Straße (~15 m) ✓ Ausreichend ✓ Ausreichend
Fahrbahnrand von der Mittellinie – breite Autobahn (>30 m) ✗ Außerhalb der Reichweite ✓ Erforderlich
Rohrleitungsumlenkung über einem kleinen Abfluss (~10 m) ✓ Ausreichend ✓ Ausreichend
Rohrleitungsumlenkung über einen breiten Kanal (>30 m) ✗ Außerhalb der Reichweite ✓ Erforderlich
Böschungsflächenmessung (~20 m) ✓ Ausreichend ✓ Ausreichend
Steinbruchwand (~60 m) ✗ Außerhalb der Reichweite ✓ Erforderlich
Brückenwiderlager vom Flussufer (~50 m) ✗ Außerhalb der Reichweite ✓ Erforderlich
Stadtkataster — enge Straßen ( ✓ Ausreichend ✓ Ausreichend

Wenn Ihre Arbeit regelmäßig Ziele innerhalb von 30 Metern umfasst – z. B. Gebäudevermessungen in der Stadt, die Vermessung von Versorgungsleitungen an schmalen Straßen oder Detailarbeiten auf beengten Baustellen – ist der AP30 Laser ausreichend. Bei Zielen, die regelmäßig 30 Meter überschreiten – z. B. Infrastrukturprojekte, Autobahnen, Pipelines oder Brücken – ist der AP40 Laser+ erforderlich. Im Zweifelsfall schließt die Reichweite des AP40 Laser+ von 120 m das Risiko von Reichweitenbeschränkungen vor Ort aus.

So funktioniert die Laserkoordinatenberechnung

Wenn Sie den Laser in ApekSurv auslösen, kombiniert die Software vier Messungen, um die 3D-Koordinaten des Ziels zu berechnen:

1. RTK-Position der GNSS-Antenne. Die feste RTK-Position des Empfängers zum Zeitpunkt des Laserauslösens – ±8 mm horizontale Genauigkeit.

2. Masthöhe. Der vertikale Abstand vom Boden zum Phasenmittelpunkt der GNSS-Antenne wurde vor der Messung in ApekSurv eingegeben. Fehler in der Masthöhe führen zu Fehlern in jeder Lasermessung – geben Sie diesen Wert daher präzise ein.

3. Laserabstand. Gemessener Abstand zwischen Laseremitter und Zieloberfläche. AP30: ±(8 mm + 5 mm/m) bei einer Neigung von 30°. AP40 Laser+: gleiche Genauigkeitsspezifikation.

4. Laser-Zielwinkel. Der horizontale und vertikale Winkel des Laserstrahls relativ zum Empfänger wird vom IMU im Moment des Abfeuerns gemessen. Das 120°-IMU erfasst die Empfängerneigung präzise, ​​sodass die Winkelabweichung zum Ziel korrekt berechnet wird.

ApekSurv kombiniert diese vier Werte in Echtzeit und gibt direkt die Ost-, Nord- und Höhenkoordinaten des Ziels aus – gespeichert in der Projektdatei zusammen mit Ihren Standard-RTK-Beobachtungen. Sie sehen keine Berechnungen; das Ergebnis erscheint innerhalb einer Sekunde nach der Messung auf dem Bildschirm.

Schritt für Schritt: Laservermessung (Messung eines unzugänglichen Punktes)

1
Erreichen Sie die RTK Fixed-Lösung. Vor Aktivierung der Laservermessung ist sicherzustellen, dass sich der Empfänger im Fixlösungsmodus mit einer Differenzzeit unter 3 Sekunden befindet. Lasermessungen im Float- oder Single-Modus weisen den Float/Single-Positionsfehler auf – ein fehlerhafter RTK-Scan kann durch Lasermessungen nicht verbessert werden.
2
Geben Sie die korrekte Masthöhe ein. Überprüfen Sie in ApekSurv unter „Vermessungseinstellungen“, ob die Masthöhe auf den tatsächlichen vertikalen Abstand vom Boden zum Antennenreferenzpunkt des Empfängers eingestellt ist. Messen Sie im Zweifelsfall mit einem Maßband nach. Dieser Wert wird für jede Laserberechnung verwendet.
3
Laser-Vermessungsmodus aktivieren. Tippen Sie in ApekSurv auf „Vermessung“ → „Laservermessung“ (oder die entsprechende Option in Ihrer Firmware-Version). Die Frontkamera wird aktiviert und auf dem Controller-Bildschirm wird das Live-Kamerabild mit einem Fadenkreuz angezeigt.
4
Richten Sie das Fadenkreuz auf den Zielpunkt. Halten Sie den Empfänger ruhig und richten Sie das Fadenkreuz präzise auf den zu messenden Punkt aus – die genaue Kante, Ecke oder Oberflächenposition, die Sie erfassen möchten. Achten Sie auf größtmögliche Stabilität des Empfängers. Durch das Aufstützen der Stange auf einer festen Oberfläche wird die Bewegung während des Laserschusses reduziert.
5
Feuere den Laser ab. Drücken Sie den Laser-Auslöser oder die Feuertaste auf dem Bildschirm. Der Laser wird ausgelöst, die Entfernung gemessen und ApekSurv berechnet sofort die Zielkoordinaten. Das Ergebnis wird auf dem Bildschirm angezeigt und zeigt die Ost- und Nordkoordinaten, die Höhe und die Laserentfernung des Punktes an.
6
Überprüfen und protokollieren. Überprüfen Sie die angezeigte Laserentfernung – sie sollte Ihrer visuellen Schätzung der Zielentfernung entsprechen. Ist die angezeigte Entfernung unplausibel (z. B. 2 m, obwohl das Ziel deutlich 20 m entfernt ist), wurde der Laserstrahl von einer näheren Oberfläche reflektiert. Zielen Sie erneut und versuchen Sie es noch einmal. Tippen Sie auf „Übernehmen“, um den Punkt in der Projektdatei zu speichern.

Schritt für Schritt: Laserabsteckung (Abstecken mit Laserversatz)

1
Lastbemessungskoordinaten in ApekSurv. Importieren Sie die Absteckpunktliste. Im Laserabsteckmodus kann der Entwurfspunkt auf einer unzugänglichen Fläche liegen – beispielsweise innerhalb einer Wandfläche, in der Mitte einer Fahrspur oder auf einer Gebäudefassade.
2
Laser-Abhörmodus aktivieren. Wählen Sie den Auslegungspunkt aus und aktivieren Sie die Laserabsteckung. ApekSurv berechnet den erforderlichen Abstand vom Auslegungspunkt zur Empfängerposition unter Berücksichtigung des Laserversatzes.
3
Navigieren Sie zur korrekten Abstandsposition. Gehen Sie so weit, dass der Laser die Oberfläche des Designpunktes erreichen kann. ApekSurv führt Sie zur korrekten Entfernung und Richtung vom Designpunkt.
4
Auf die Fläche des Entwurfspunktes zielen. Richten Sie das Fadenkreuz der Kamera auf die Oberfläche, auf die der Designpunkt fällt – die Wand-, Straßen- oder Gebäudefläche. ApekSurv bestätigt, wenn der Laser korrekt auf die berechnete Offset-Position ausgerichtet ist.
5
Feuer und Markierung. Der Laser wird ausgelöst. ApekSurv bestätigt die abgesteckte Position anhand der Konstruktionskoordinaten. Der Versatzpunkt wird mit seinem Versatzabstand und -winkel für die Qualitätssicherungsdokumentation erfasst.

Tipps zum Ausrichten von Kamera und Laser

Stabilisieren Sie den Empfänger vor dem Abfeuern. Die IMU erfasst die Neigung des Empfängers im Moment des Laserauslösens. Jede Bewegung während des Auslösens führt zu einem Winkelfehler in der Koordinatenberechnung. Stützen Sie die Stange an Ihrem Körper, einem Fahrzeug oder einer festen Oberfläche ab. Schützen Sie den Empfänger an windigen Tagen vor dem Auslösen.

Verwenden Sie den Zoom im Kamerabild. ApekSurv ermöglicht digitales Zoomen im Kamerabild für die präzise Positionierung des Fadenkreuzes auf entfernten Zielen. Bei 80–120 m (AP40 Laser+) zoomen Sie vor dem Schuss heran, um sicherzustellen, dass das Fadenkreuz exakt auf dem Zielpunkt liegt.

Helles Sonnenlicht, das darauf gerichtet ist. Grüne Laser sind bei Tageslicht deutlich besser sichtbar als rote. Bei direkter Sonneneinstrahlung in Äquatornähe und auf große Entfernungen sollte die Zielfläche mit der Hand oder einem Hut abgeschirmt werden, damit der grüne Punkt zur visuellen Zielkontrolle sichtbar wird.

Mehrere Schüsse auf kritische Punkte. Bei wichtigen Punkten (Gebäudeecken, Grenzmarkierungen, baulichen Merkmalen) dreimal feuern und die drei Koordinatenwerte vergleichen. Stimmen alle drei Werte innerhalb von 20 mm überein, den Mittelwert verwenden. Weicht ein Wert deutlich ab, wurde die Linse wahrscheinlich von einer falschen Oberfläche reflektiert – diesen Wert verwerfen.

Neigung innerhalb von 30°. Die Lasergenauigkeit ist auf 30° Neigung begrenzt. Bei nahezu horizontalen Laserstrahlen (Zielen auf eine Wand in gleicher Höhe wie der Empfänger) ist die Neigung minimal. Bei steilen Schüssen bergab oder an einem Gebäude hinauf sollte die Neigung möglichst gering gehalten werden.

Genauigkeit und Grenzen

Spezifikation der Lasergenauigkeit: ±(8 mm + 5 mm/m) innerhalb eines Neigungswinkels von 30°. Bei 10 m: ±58 mm theoretischer Maximalfehler allein durch Laser. Bei 30 m: ±158 mm theoretischer Maximalfehler. In der Praxis werden durch sorgfältiges Ausrichten und eine stabile Empfängerposition typischerweise ±20–50 mm bei üblichen Messentfernungen erreicht.

RTK-Komponente: Die feste Position des RTK-Empfängers trägt ±8–15 mm zum Gesamtfehler bei. Bei kurzen Basislinien mit Basisstation und Rover beträgt dieser Wert typischerweise ±8 mm.

Gesamtes Fehlerbudget: Bei einer 20-m-Lasermessung mit korrekter Technik ist eine kombinierte Genauigkeit von ±20–40 mm zu erwarten. Dies ist ausreichend für Detailvermessungen, Bestandsdokumentationen und Absteckungen. Für präzise Bauwerksabsteckungen mit einer Toleranz von ±5 mm ist die Genauigkeit jedoch nicht ausreichend – hierfür verwenden Sie eine Totalstation.

Einschränkungen: Laser können Glas, Wasser oder Drahtgewebe nicht durchdringen. Transparente oder stark reflektierende Oberflächen können zu Fehlmessungen führen. Die maximale Reichweite verringert sich bei Regen, Staub oder Dunst. Dunkle, matte Oberflächen absorbieren mehr Laserenergie – die Reichweite kann bei sehr dunklen Zielen reduziert sein.

Häufige Fehler bei Laservermessungen

1
Falsche Masthöhe eingegeben
Symptom: Die Laserkoordinaten sind von bekannten Kontrollpunkten stets um einen festen Betrag vertikal versetzt.

Ursache: Die Stangenhöhe wurde nach der Änderung der Stangenlänge nicht aktualisiert oder zu Beginn der Sitzung falsch eingegeben.

Fix: Überprüfen Sie vor der ersten Lasermessung jeder Sitzung stets die Masthöhe in ApekSurv. Messen Sie im Zweifelsfall mit einem Maßband nach. Ein Fehler in der Masthöhe wirkt sich auf alle Laserberechnungen der Sitzung aus – eine falsche Eingabe verfälscht alle Laserpunkte.

2
Laser wird von der falschen Oberfläche reflektiert
Symptom: Die angezeigte Laserentfernung ist viel kürzer als erwartet – z. B. werden 3 m angezeigt, wenn das Ziel 25 m entfernt ist.

Ursache: Der Laserstrahl wurde von einer näher gelegenen Oberfläche im Strahlengang reflektiert – einem Maschendrahtzaun, einem Fahrzeug, Vegetation oder einem Pfosten zwischen dem Empfänger und dem Ziel.

Fix: Prüfen Sie vor dem Schießen die Sichtlinie zwischen Empfänger und Ziel. Beseitigen Sie alle Hindernisse im Strahlengang. Schießen Sie erneut und überprüfen Sie, ob die angezeigte Entfernung Ihrer visuellen Schätzung entspricht. Bei kritischen Punkten feuern Sie dreimal und vergleichen Sie die Schüsse.

3
Lasermessung in Float-Lösung
Symptom: Die Laserkoordinaten werden aufgezeichnet, weisen jedoch im Vergleich zu bekannten Punkten Fehler von 0,3–1 m auf.

Ursache: Der Empfänger befand sich zum Zeitpunkt der Laserzündung im Float-Modus. ApekSurv ermöglicht Lasermessungen im Float-Modus, jedoch weist die RTK-Positionskomponente einen Fehler auf Float-Ebene auf.

Fix: Vor der Aktivierung der Laservermessung muss die Fixierungslösung stets überprüft werden. Prüfen Sie vor dem Auslösen den Lösungsstatus und die Differenzzeit am Steuergerät. Falls die Umgebungsbedingungen (z. B. Häuserschluchten, Gerüste) ein dauerhaftes Floating verursachen, stellen Sie die Fixierungslösung zunächst im freien Himmel sicher und kehren Sie dann zum Messort zurück – der Empfänger hält die Fixierungslösung unter Hindernissen besser aufrecht als bei der Initialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich den Laser im AR-Aufklärungsmodus verwenden?
Die Modelle AP30 Laser und AP40 Laser+ verfügen nicht über eine AR-Kamera an der Unterseite – ihre Frontkamera dient ausschließlich der Laserausrichtung. Die AR-Absteckung (Einblendung von Designpunkten in das Kamerabild) ist eine Funktion der Modelle mit Unterseitenkamera: AP20 AR, AP50 Vision, AP60 Vision und AP80 Pro. Die Modelle AP30 und AP40 Laser+ führen eine Laserabsteckung durch – die Berechnung der Offset-Position zu einem Designpunkt mithilfe der Lasermessung –, was einen anderen Arbeitsablauf als die Absteckung mit der AR-Kamera darstellt.
Was ist die maximale Reichweite bei hellem Sonnenlicht?
Sowohl AP30 als auch AP40 Laser+ nutzen grüne Lasertechnologie der Klasse 3.0, die deutlich besser sichtbar ist als rote Laser. Bei direkter, heller Sonneneinstrahlung ist die Reichweite von 30 m des AP30 auf die meisten Ziele ausreichend. Beim AP40 Laser+ sollte bei Entfernungen über 80–100 m und sehr hellen Lichtverhältnissen die Zieloberfläche abgeschirmt oder der digitale Zoom der Kamera zur Zielkontrolle vor dem Schuss verwendet werden. Regen, Staubnebel und sehr dunkle Oberflächen reduzieren die effektive Reichweite stärker als Sonnenlicht.
Kann ich einen Punkt unterhalb des Empfängers messen – von oben gesehen?
Ja. Der Laser kann zur Messung in Gräben, Rohrsohlen und Entwässerungskanäle unterhalb der Empfängerposition nach unten gerichtet werden. Die IMU erfasst den Neigungswinkel beim Auslösen, und ApekSurv berechnet die Höhe des tiefer liegenden Ziels korrekt. Für optimale Genauigkeit sollte der Neigungswinkel 30° nicht überschreiten – steile Winkel über 30° können die Genauigkeit leicht verringern.
Funktioniert Laservermessung auch ohne RTK Fixed?
Lasermessungen erfordern eine gültige GNSS-Position. Im Modus „Single“ (ohne Korrekturen) weist die Laserkoordinate einen Positionsfehler auf (1–5 m). Im Modus „Float“ beträgt der Fehler 0,3–1 m. Nur die Lösung „Fixed“ bietet die für Vermessungsmessungen erforderliche RTK-Genauigkeit von ±8 mm. ApekSurv führt Laserberechnungen in jedem Lösungszustand durch – der Benutzer ist dafür verantwortlich, vor der Aufzeichnung von Laserpunkten für Vermessungszwecke die Einstellung „Fixed“ zu bestätigen.
Kann der AP40 Laser+ eine Totalstation ersetzen?
Für Offsetmessungen im Freien, Vermessungen unzugänglicher Punkte und Offsetabsteckungen ist der AP40 Laser+ oft eine schnellere und praktischere Lösung als der Aufbau einer Totalstation. Für die Absteckung in Innenräumen, Tunnelvermessungen, Untertagearbeiten und hochpräzise Bauwerksausrichtung (±2–5 mm) bleibt eine Totalstation das richtige Instrument – ​​GNSS funktioniert weder in Innenräumen noch unter Tage, und die Winkelgenauigkeit einer Totalstation ist der von Laser-RTK bei Präzisionsarbeiten auf kurze Distanz überlegen. Viele Vermessungsteams verwenden beide Geräte: den AP40 Laser+ für Laser-Offsetmessungen im Freien und die Totalstation APEKS AM02 für Arbeiten in beengten Räumen und in Innenräumen.

Laservermessung bis 120 Meter. Kein Prisma. Keine Einrichtung erforderlich.

Der APEKS AP40 Laser+ misst jeden unzugänglichen Punkt in bis zu 120 Metern Entfernung – Gebäudeecken, Rohrsohlen, Hangflächen, Brückenwiderlager – mit einem einzigen Laserschuss aus dem Fixed-RTK-Modus. Zielvorrichtung mit der Frontkamera, sofortige Koordinatenausgabe, kein Reflektor erforderlich.

AP40 Laser+ ansehen →

Referenzen

  • ISO 17123-8:2015 — Feldverfahren für GNSS RTK
  • APEKS AP40 Laser+ Technisches Datenblatt, 2026
  • Technisches Datenblatt zum APEKS AP30 Laser, 2026
  • ApekSurv Feldsoftware – Benutzerhandbuch, 2026