APEKS FAQ | Was verursacht Fehler bei RTK-Vermessungen?
Was verursacht Fehler bei RTK-Vermessungen?
RTK Die Echtzeit-Kinematik-Technologie (RTK) wird häufig für hochpräzise Anwendungen eingesetzt. GNSS Die Positionierung ist oft zentimetergenau. Doch selbst mit professioneller Ausrüstung können Messabweichungen auftreten. Beispielsweise können Messungen am selben Punkt um 4–5 cm voneinander abweichen.
Was verursacht also diese Fehler? Und noch wichtiger: Wie können wir sie verhindern?
Lassen Sie uns die häufigsten Ursachen untersuchen RTK Vermessungsfehler – und was Sie dagegen tun können.
1. Signalbehinderung: Bäume, Gebäude und reflektierende Oberflächen
Eine der häufigsten Fehlerursachen bei RTK-Vermessungen ist die Signalabschirmung. GNSS-Signale können blockiert oder reflektiert werden durch:
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Dichte Baumkronen
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Hochhäuser (insbesondere in Stadtschluchten)
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Metalldächer, Zäune, Fahrzeuge usw.
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Baugeräte oder Maschinen in der Nähe
Diese Hindernisse führen zu Mehrwegeausbreitung (wenn das Signal reflektiert wird, bevor es den Empfänger erreicht) oder zu Signalverlusten, was beides die Positionsgenauigkeit verringert.
✅ So lässt sich dieser Fehler reduzieren:
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Wählen Sie offene Flächen mit freier Sicht zum Himmel.
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Vermeiden Sie es, in der Nähe von Bäumen oder hohen Bauwerken zu campen.
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Bei komplexen Umgebungen sollten Sie mehr Kontrollpunkte einrichten und häufig Kreuzvalidierungen durchführen.
2. Ionosphärische Interferenz

Die Ionosphäre ist eine Schicht der Erdatmosphäre, die mit geladenen Teilchen gefüllt ist. Sie befindet sich etwa 60–1000 km über der Erdoberfläche und kann GNSS-Signale verfälschen, insbesondere während Perioden hoher Sonnenaktivität.
Vereinfacht ausgedrückt: Wenn die Ionosphäre „aktiv“ wird, können GNSS-Signale sich verlangsamen oder leicht ablenken, was zu Positionsfehlern führt – insbesondere bei RTK-Systemen, die auf präzisen Zeit- und Phaseninformationen basieren.
✅ So erkennen und beheben Sie das Problem:
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Nutzen Sie GNSS-Status-Tools oder -Apps, um vor Feldarbeiten die ionosphärische Aktivität zu überprüfen.
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Schalten Sie nach Möglichkeit in den Einzelbasismodus (Punkt-zu-Punkt) mittels Funkübertragung um – dies stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Rover und einer bekannten Basisstation her und verringert die Abhängigkeit von Netzwerkkorrekturen.
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In extremen Fällen sollten die Feldarbeiten verschoben werden, bis sich die Ionosphäre beruhigt hat.
3. Mangelhafte Netzwerkgeometrie und Probleme bei der Parameterberechnung
Selbst bei starken Signalen und ohne Störungen kann Ihre Messung Fehler liefern, wenn das Kontrollnetzwerk schlecht konzipiert ist. Hier einige häufige Fehler:
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Die Kontrollpunkte sind in einer geraden Linie ausgerichtet, was die räumliche Stärke verringert.
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Verwendung kurzer Basislinien zur Kontrolle großer Entfernungen
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Die Residuen (Differenzen zwischen beobachteten und berechneten Koordinaten) sind zu groß
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Die Vermessungspunkte sind im Arbeitsbereich nicht gut verteilt.
Diese Fehler entstehen durch eine ungenaue Geometrie, wodurch Ihre Justierungsberechnungen instabil oder verfälscht werden.
✅ So beheben Sie das Problem:
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Stellen Sie sicher, dass die Kontrollpunkte ein dreieckiges oder gut verteiltes Netzwerk bilden.
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Berechnen Sie die Transformationsparameter neu, wenn Sie Ausrichtungs- oder Skalierungsprobleme vermuten.
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Prüfen Sie, ob die Residuen die zulässigen Toleranzen überschreiten, und passen Sie das Netzwerk entsprechend an.
4. Umweltfaktoren und Hardwareprobleme
Seltener können auch andere Faktoren die RTK-Genauigkeit beeinflussen, wie zum Beispiel:
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Temperatur- oder Feuchtigkeitsänderungen, die die Geräteleistung beeinträchtigen
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Veraltete Firmware oder falsche Antennenkalibrierung
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Lose Stecker oder falsch montierte Antennen
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Funkstörungen durch nahegelegene Kommunikationstürme oder Geräte
✅ Was zu tun ist:
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Überprüfen und kalibrieren Sie Ihre Geräte regelmäßig.
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Halten Sie die Firmware auf dem neuesten Stand.
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Verwenden Sie geeignete Montage- und Abschirmungstechniken.
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Führen Sie Testmessungen durch, bevor Sie mit den Hauptarbeiten beginnen.
Fazit: Proaktiv bleiben, um präzise zu sein.
RTK ist ein leistungsstarkes Werkzeug, aber nicht fehlerfrei. Ob in der Forstwirtschaft, im Bauwesen, in der Landwirtschaft oder bei der Kartierung – das Verständnis der Ursachen für RTK-Ungenauigkeiten hilft Ihnen, diese zu beheben.
Hier eine kurze Zusammenfassung dessen, worauf Sie achten sollten:
| Ursache | Lösung |
|---|---|
| Signalblockierung/Mehrwegeempfang | Wählen Sie offene Bereiche, vermeiden Sie reflektierende Oberflächen |
| Ionosphärische Aktivität | Verwenden Sie den Funkmodus und überprüfen Sie den Ionosphärenstatus. |
| Schwaches Kontrollnetzwerk | Parameter neu berechnen, Netzwerkgeometrie verbessern |
| Hardwareprobleme | Regelmäßige Wartung und Kalibrierung |
Durch aufmerksames Arbeiten und ein paar Anpassungen können Sie die Zuverlässigkeit Ihrer RTK-Vermessungsergebnisse deutlich verbessern und die ärgerlichen Fehler von 4–5 cm vermeiden.
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